ab 1992

1992: Am 6.2.1992 erfolgt nach 110 Jahren ununterbrochener Produktion die Stillsetzung der Brikettfabrik in der Lausitz. Grund hierfür ist die mangelnde Nachfrage nach Briketts. Beginn der geführten Rundgänge durch die Fabrik als Sehenswürdigkeit.

1992: Im September des Jahres 1992 wird die Aufnahme der Brikettfabrik Louise in die Denkmalliste des Landes Brandenburg vollzogen. Der einmalige Maschinen- und Ausrüstungspark des Objektes soll damit für die Region um Finsterwalde erhalten bleiben.

1993: Im Jahre 1993 beginnen umfassende Rekonstruktionsarbeiten. Es erfolgt die Erneuerung von Dächern, Fassaden und Innenräumen. Die Verkleidung des Schrägbandes wird saniert. Man installiert provisorische Antriebe an Pressen, Trocknern und anderen Anlagen zur Demonstration der Funktionalität.

1994: Am 2.9.1994 wird der Verein „Freundeskreis Technisches Denkmal Brikettfabrik ‘Louise’ e.V.” gegründet. Die Vereinsmitglieder widmen sich dem Erhalt sowie der Herstellung der Funktionstüchtigkeit der Maschinen und technischen Anlagen Einrichtungen, übernehmen die Organisation der Besucherbetreuung und koordinieren die Rekonstruktionsmaßnahmen.

1997: Im Juni 1997 erfogt die Übernahme der Trägerschaft des Technischen Denkmals Brikettfabrik “Louise” durch das Amt Wahrenbrück, seit 2002 Stadt Uebigau-Wahrenbrück (Markt 11, 04938 Uebigau).

1997/98: Komplettsanierung des Direktorenhauses und Einrichtung der Vereinsräume des Freundeskreises Technisches Denkmal Brikettfabrik LOUISE e.V. und der Schülerakademie e.V.

1999: Übergabe des Modells „Schwungradgenerator“ im Modellkeller der Kraftwerkshalle

2000: Infoleitsystem und Informationstafeln im Fabrikgelände aufgestellt.

2001: Herstellung der Funktionstüchtigkeit Muldenrost Kessel 11, Brecheranlage im Bunker und Sanierung des Treppenturmes am Kühlhaus

2002: Rekonstruktion und Inbetriebnahme der Lokomobile, Installierung der Gasheizung in der Kraftwerkshalle, Sanierung der Westfassade Kesselhaus.

2003: Inbetriebnahme der 600 mm-Gleisanlage und Beginn der Fahrten mit der LOUISE-Bahn. Der erste Teilbereich des Sozialtraktes wird komplett saniert und der neuen Nutzung übergeben. Dieser Bereich dient zukünftig der Besucherbetreuung mit Museumsshop, Zechensaal, Kaue und Dauerausstellung.

2003/04: Beräumung des Hauptrauchgaskanals und Begehbarmachung

2004: Fortführung der Sanierung „Sozialgebäude“ und Einrichtung von wissenschaftlichen Lehrkabinetten für die Schülerakademie e.V. Die Dampfspeicherlok wird aufgebockt und das Triebwerk zur Schauvorführung in Funktion gesetzt. Parkplatz sowie Straße erhalten eine neue Asphaltdecke und das Modell der Drahtseilbahn kann im Freigelände in Betrieb genommen werden.

2005: Für die Brikettfabrik LOUISE wird der Abschlussbetriebsplan durch die Lausitzer – und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH erstellt. Im Fabrikgelände können ein Abraumkipper und ein Tatzlagermotor für die ehemalige Elektrolok aufgestellt werden.

2006: Am 2. Juli, zum Tag des Bergmanns, wird die bergrechtlichen Verantwortung der LMBV mbH für die Brikettfabrik LOUISE auf die Stadt Uebigau-Wahrenbrück übertragen. Die Industrieanlage Brikettfabrik LOUISE wird zum Besucherbergwerk erklärt und der erarbeitete Hauptbetriebsplan tritt in Kraft. Im Herbst 2006 Ansiedlung des gemeinnützigen Vereins Feldbahnfreunde Brikettfabrik LOUISE und Einstellung der Feldbahntechnik.

2007: Im Mai 2007, nach Ankauf einer separaten Kesselanlage, vielen arbeitsintensiven Tagen, Schulungen und mit fachmännischer Begleitung durch das Ingenieurbüro Hoffmann Dresden erfolgt erstmals der Dampfbetrieb. Speisung der Presse 8, Baujahr 1893, mit Echtdampf nach 16 Jahren Stillstand. Montage und Installation einer 10,8 kWp Photovoltaik-Anlage auf dem Pressenhausdach, die im November in Betreib geht.

2008: Am 29. Februar Präsentation der Erlebnistour „STEINIG.STAUBIG.SCHÖN.“, die im Rahmen der Förderung „Regionalentwicklung stärken- Beschäftigungsperspektiven eröffnen“ mit Unterstützung durch den Europäischen Sozialfonds erarbeitet werden konnte. Im April 2008, zum Dampftag, wird der Schaubetrieb „funktionelle Dampfpresse“ mit Inbetriebnahme der Presse 9, Baujahr 1906, um eine Attraktion bereichert. Im Mai Dienstantritt des hauptamtlichen Leiters für das Technische Denkmal Brikettfabrik LOUISE. Mit Gründung der Klimaakademie LOUISE (Oktober) wird eine Veranstaltungsreihe gestartet, die in der Lausitz bürgernah Themen zum Klimaschutz behandelt.

2009: Festigung des Standortes Klimaakademie LOUISE. Im Mai, erste Teilnahme an der bundesweiten Aktion „Woche der Sonne“ mit Einrichtung der Dauerausstellung „Moderne und klimafreundliche Stromerzeugung“ sowie Durchführung von Sonderführungen „Energie im Wandel“. Fertigstellung des Antriebes „Bunkerband“ mit Wiederinbetriebnahme Anfahrsignal und Bandbetrieb. In der Kraftwerkshalle wird für Lehrzwecke die Ventilsteuerung an der Dampfturbine in Stand gesetzt.

2010: Am 1. Juni, zum Internationalen Tag des Kindes, wird die Erkundungstour „LOUISE in den Bauch geschaut“ feierlich der Öffentlichkeit präsentiert. Diese Führung, die speziell für junge Generationen entwickelt wurde, soll Kindern und Schülern den Zugang zur Technik über die Sehenswürdigkeit LOUISE erleichtern. Zum traditionellen Tag des Bergmanns, am 4. Juli, wird das „LOUISE-Lied“ vom Frauenchor Concordia Domsdorf/Tröbitz uraufgeführt. Im August wird die DSL-Anlage am Schornstein montiert und ermöglicht einen schnelleren Internetzugang. Beim bundesweiten Innovationswettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ ist der Freundeskreis TD Brikettfabrik LOUISE unter den Preisträgern und das Engagement der Klimaakademie LOUISE wird damit gewürdigt. Am 14. September erfolgt in der Kraftwerkshalle der Sehenswürdigkeit die Auszeichnung „Ausgewählter Ort 2010“.

2011: Zum 1. April Eröffnung der Transmissionswerkstatt, die nach mehrjährigen Wirken und in einzelnen Arbeitsetappen im ehemaligen Fahrradschuppen eingerichtet wurde. 14 unterschiedliche Werkzeugmaschinen, meist aus dem 19. Jahrhundert, werden über zwei Flachriemen angetrieben. Gleichfalls auch Wiederinbetriebnahme der rekonstruierten Grubenbahn. Konservierungsarbeiten im Pumpenkeller, aufwendige Abdichtung der ebenerdigen Betondecke und damit Schutz des Frischwasserbehälters. Das Werkstattdach wird mit neuer Dachpappe bezogen die Dachrinne erneuert.

2012: Die Erstauflage des Buches “Europas Älteste: LOUISE” erscheint. Zum Tag des Bergmanns wird zünftig auch das Naturparkfest gefeiert, da 2011 der Ort Domsdorf zur Naturparkgemeinde gekürt wurde. Am 29. November wird der Freundeskreis vom Ostdeutschen Sparkassenverband im Land Brandenburg zum Verein des Jahres gekürt.

2013: Der neue LOUISE-Internetauftritt  wird freigeschalten. Die Konservierungsarbeiten an den Stützpfeilern der Bunkerausstoßbrücke wurden beendet. Im Kellerbereich des Bunkers konnte nach langer Feuchtigkeit mit Rostumwandler das Stahlgerüst gestrichen werden.

2014: Aufwendige Wiederbelebung der zentralen Mutteruhr und damit Funktionalität der Betriebsuhren. Haltestelle der Buslinie 560 (Bad Liebenwerda–Tröbitz – Doberlug – Kichhain –  Finsterwalde) wird  eingerichtet und LOUISE ist von Montag bis Freitag in den Fahrbetrieb des Öffentlichen Nahverkehrs eingebunden.  Da diese Buslinie auch an den Bahnhöfen Bad Liebenwerda, Doberlug-Kirchhain und Finsterwalde hält, ist nun die Anfahrt mit Bus und Bahn möglich.

ab 1992