Die Fabrik

Die Sehenswürdigkeit LOUISE befindet sich heute in kommunaler Trägerschaft der Stadt Uebigau-Wahrenbrück.

Der Antrag auf den Bau der Brikettfabrik LOUISE ist bereits 1882 von der Finsterwalder Braunkohlengesellschaft an das Bergamt gestellt worden. Nachdem die Fabrik dann im September 1882 in Betrieb ging, führte man wohl schon Verhandlungen mit einem neuen Eigentümer, dem Kaufmann Werminghoff aus Berlin. Dieser überführte die Fabrik in die Bergwerksgesellschaft „Eintracht“. Trotz wechselnder Besitzverhältnisse der „Eintracht“ verblieb die Brikettfabrik LOUISE bis 1946 in dieser Gesellschaft.

Als Volkseigentum gehörte sie zur Werksgruppe Mückenberg, danach war sie unter der Bezeichnung „Braunkohlewerk Domsdorf“ eigenständig und mit Verlegung des Verwaltungssitzes änderte sich auch dessen Name in Braunkohlewerk Tröbitz. 1968 wurde die Fabrik mit den Beutersitzer Kohlenwerken an das Kombinat Braunkohleveredlung Lauchhammer angegliedert.

Mit Stillsetzung der Fabrik LOUISE erfolgte 1991 die Übernahme in die Verwaltungsstruktur Sanierungsgesellschaft (SGL) / Lausitzer und Mitteldeutscher Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) und der komplette Abriss des Lausitzer Urgesteins war vorgesehen.

Man erkannte jedoch rechtzeitig den Wert der Fabrik. 1992 wurden die Gebäude und Anlagen der Brikettfabrik unter Denkmalschutz gestellt. Durch die Umwidmung der geplanten Abrissgelder erfolgte die Sanierung. In einer feierlichen Übergabe wurde 1997 das Technische Denkmal Brikettfabrik LOUISE dem damaligen Amt Wahrenbrück übergeben und gehört heute zur Stadt Uebigau-Wahrenbrück in der Lausitz. Am 2. Juli 2006 verkündet die LMBV das Ende ihrer Zuständigkeit und bestellt den Bürgermeister der Stadt Uebigau-Wahrenbrück zum Bergwerksdirektor. Als Besucherbergwerk bleibt die Anlage unter Aufsicht der Bergbehörde.

Die Fabrik